Krebsvorsorge - das ist Ihre Chance
 

Derzeit erkranken weltweit jährlich 9 Millionen Menschen an Krebs und 5 Millionen sterben daran. Bis zum Jahr 2020 wird sich die Zahl der Erkrankten auf jährlich 20 Millionen verdoppeln.

Für die Betroffene bedeutet die Diagnose "Krebs" den Verlust der bisherigen Selbstverständlichkeit zu leben, den Sturz aus der Normalität, das Ende der Zukunft. Unser Unvermögen, trotz der Bereitstellung erheblicher Mittel für die sekundärer und tertiäre Prävention einen relevanten Effekt auf Heilungsraten oder auf Überlebensdauer und Lebensqualität verbuchen zu können, hat die Rückbesinnung auf die entscheidende Bedeutung primär-präventiver Maßnahmen im "Kampf gegen den Krebs" gefördert. Doch zwischen dem, was wir über Präventionsmöglichkeiten von Krebs wissen und was wir tatsächlich tun, liegt eine große Kluft.

Leider führt auch die Frühdiagnose nicht unbedingt zu einer erfolgreichen Frühtherapie mit höheren Heilungsraten. Krebs gehört, ebenso wie die Arteriosklerose, zum natürlichen Alterungsprozeß. Gesunde Lebensweise als primäre Prävention und gezielte individuelle Checks zur Früherkennung könnten viele Todesfälle verhindern. Denn, die Chancen auf Heilung wachsen durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen erheblich.

Ängste sind ein wesentlicher Grund dafür, daß bislang nur etwa ein gutes Drittel der Frauen die Krebsfrüherkennungsuntersuchung wahrnimmt - wer so handelt, riskiert alles. Denn bei den Krebskrankheiten, die Frauen besonders häufig treffen, sind vor allem der Gebärmutterkrebs und der Brustkrebs heilbar, wenn sie so frühzeitig entdeckt werden, daß die wuchernden Zellen noch an der Ausbreitung gehindert werden können. Der Gebärmutterhalskrebs kann sogar durch regelmäßige Untersuchungen ganz vermieden werden. Die Krebsbehandlung dagegen kostet viel und ist oft weniger effektiv.

Nicht bessere Therapien gelten als Hauptgrund für die mögliche Abnahme der Todesfälle durch Krebs, sondern eine gesündere Lebensweise mit physiologischen Bewegung und Ernährung sowie Verzicht auf Genußgifte (Fett, Zucker, Alkohol) und das Rauchen. Das heißt: Mehr Obst, Gemüse und ballaststoffreiche Getreideprodukte essen, ausreichende Bewegung und weniger Alkohol. Vitamine A, C und E und Mineralstoffe können Krebs vorbeugen. So wäre jeder zweite Krebsfall vermeidbar. Mehr als 400.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an einer der zahlreichen Tumorformen. In den meisten Fällen tritt die Erkrankung sporadisch auf. In Westdeutschland hat sich die absolute Zahl der Krebstodesfälle seit 1952 bis 1995 für beide Geschlechter ungefähr verdoppelt. Die Häufigkeit von Krebserkrankungen ist der Preis, den wir für die gestiegene Lebenserwartung in unserer modernen Zivilisation zu entrichtet haben.

Risikofaktoren für Krebs:

  • Rauchen - 30%
  • Übergewicht, falsche Ernährung - 30%
  • mangelnde Bewegung - 5%
  • virale Infektionen - 5%
  • genetische Veränderung - 5%
  • Alkohol - 3%
  • Umweltverschmutzung - 2%

Der Vergleich der Häufigkeit verschiedener Krebsformen in unterschiedlichen Ländern legt nahe, daß Lebensstilfaktoren eine Bedeutung bei der Krebsentstehung haben. So haben sich innerhalb der vergangenen 35 Jahre in zunehmendem Umfang Infektionen als ursächliche Komponenten bei der Entstehung von Krebserkrankungen herausgestellt. Insgesamt sind 15 Prozent der global auftretenden Krebserkrankungen durch Infektionen verursacht, bei weiteren 15-25 Prozent besteht der Verdacht, daß Infektionen eine Rolle spielen können.

Es sind vor allem Viren, die hier eine herausragende Rolle spielen; Vertreter verschiedener Virusgruppen sind an der Auslösung von Krebserkrankungen beteiligt. In einer Reihe von Fällen werden die Krebserkrankungen direkt durch die Virusinfektion und durch Virusgenprodukte verursacht, bei einzelnen Krebsarten sprechen die Ergebnisse dafür, daß Viren eine indirekte Rolle spielen (z.B. durch Immunsupression).

 

© 2000, Dr. med. Laitenberger

 

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