Frauengesundheit
 

"Gesundheit ist ein Zustand des vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Fehlen von Krankheiten und Gebrechlichkeit." (WHO)

Der Gesundheitszustand der Frau ist längst zum Gegenstand intensiver Forschung und öffentlicher Diskussion geworden und verleiht durch die zunehmende Lebenserwartung der Frauen diesem Themenkreis eine besondere Dynamik. Es besteht jedoch ein großer Nachholbedarf an praxisbezogener Forschung zur Frauengesundheit allgemein, die eine Verbesserung der Lebensqualität von Frauen zum Ziel haben sollte. Notwendig ist ein fundiertes Wissen über die langfristigen Auswirkungen medizinischer Maßnahmen auf die Gesundheit von Frauen. Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, Krebs, Osteoporose, Blasenschwäche und Sexualität im Alter sowie Infektionen der Geschlechtsorgane stellen nach wie vor ein vorrangiges Betätigungsfeld für die Frauengesundheitsforschung dar. Frauen sind "anders krank" als Männer, fassen oft den Begriff Gesundheit anders auf, bewältigen gesundheitliche Belastungen auf andere Weise und zeigen in dem Zusammenhang andere Verhaltensmuster.

Wir erleben alle, daß die klassische Medizin trotz aller faszinierenden Erfolge in den letzten hundert Jahren auch auf vielen Gebieten an Grenzen gelangt ist, die ein Umdenken erfordern, will man sie überschreiten. Um so wichtiger wird es vor allem mit zunehmendem Alter, daß die gesundheitliche Prävention für jeden Einzelnen eine größere Bedeutung erlangt.

Haben auch Sie hin und wieder das Gefühl, Sie könnten noch ein bißchen mehr für Ihre Gesundheit, Ihr Wohlbefinden und Ihre Leistungsfähigkeit auch im Beruf tun?

  • Damit Sie im Beruf und im Privatleben mit zunehmendem Alter aktiv bleiben
  • Damit Sie den Alterungsprozess deutlich verlangsamen können
  • Damit Sie Ihre Lebensqualität erhalten und sogar steigern

Gute Gesundheit, Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit einer Frau sind mit zunehmendem Alter im wesentlichen von einem intakten Hormonsystem abhängig - die Geschlechtshormone sind biologische Multifunktionäre. Das Erlöschen der Ovarialfunktion verläuft über mehrere Jahre in Phasen und ist für jede Frau anders; Beginn, zeitlicher Verlauf und Ausmaß der Veränderungen sind dabei sehr individuell. Das Ende der Fertilität und andere somatische und psychosoziale Aspekte werden sehr unterschiedlich verarbeitet. Der Wunsch der Frauen, die zweite Lebenshälfte bei möglichst guter Gesundheit und Lebensqualität zu verbringen, begründet heute u.a. auch die Empfehlung einer kausalen hormonalen Langzeitsubstitution. Es ist der rasanten Entwicklung auf dem Gebiet der Molekular-Endokrinologie zu verdanken, daß wir heute die Involvierung der Geschlechtssteroide in Immunvorgänge, Stoffwechselprozesse, Wachstumsregulation, Alterungserscheinungen und Durchblutungserkrankungen besser verstehen.

Die sog. Sexualhormone sind wichtige Steuerungselemente im gesamten Organismus des Menschen. Sie sind nicht nur in die Regulation nahezu aller wichtigen Vorgänge in Vegetativum und Stoffwechsel sowie in die Steuerung von Reparatur und Regeneration der Schleimhäute, der Haut, der Haare, aber auch der Sinnesorgane, sowie der Binde- und Stützgewebe einschließlich der Knorpel und Knochen eingebunden. Kognitive wie auch intellektuelle Fähigkeiten und Gedächtnisleistungen der Frau werden von ihren Sexualsteroidhormonen beeinflußt. Plastizität und Regenerationsfähigkeit des Gehirns ist u.a. auch vom Östradiol abhängig, d.h. zerebrale Alterungsprozesse werden aufgehalten. Die positiven Effekte der Östrogene stärken das Selbstwertgefühl der Frau und verjüngen auch die sexuelle Funktion; Libido, Erregbarkeit und Orgasmusfähigkeit nehmen zu.

Dies sind nur einige wenige Beispiele aus einer Reihe von Themen und Fragestellungen, die für das Lebensgefühl vieler, insbesondere auch beruflich aktiver Frauen, von großer Bedeutung sein können. In meiner Praxis werde ich oft mit der Frage des Informationsdefizites dazu konfrontiert. Die Informationslücken werden bedauerlicherweise häufig überwiegend mit Hilfe pauschaler Vorurteile abgetan.

Sollten Sie an weiteren Informationen oder möglicherweise auch an einem Vortrag zu diesen Themen interessiert sein, stehe ich für weitere Fragen gerne zur Verfügung.

 

© 2000, Dr. med. Laitenberger

 
 

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