Individuelle Gesundheitsleistungen
 

Liebe Patientin,

haben Sie sich schon über wertvolle gesundheitliche Zusatzleistungen informiert?

Als Arzt bin ich ständig darum bemüht, meinen Patienten die bestmögliche Betreuung anzubieten, wozu ein ganzheitlicher Ansatz in der Beurteilung, Diagnose und Behandlung gehört. Neue Erkenntnisse auf dem Gebiet medizinischer Forschung, wachsende Ansprüche der Menschen und die steigende Lebenserwartung haben die Rolle der Medizin erheblich verändert. Die Fortschritte der modernen Medizin ermöglichen uns ein längeres Leben. So gewinnt die Gesundheitsvorsorge für die Menschen immer mehr an Bedeutung. Deshalb müssen wir in Zukunft viel mehr selbst für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit im Alter tun. Gefragt ist Selbstverantwortung. Heute investieren wir leider immer noch nicht in Gesundheit, sondern in Krankheit.

Die Versichertenkarte eröffnet keinesfalls einen automatischen und kostenfreien Zugang zu jeglicher Gesundheitsleistung. Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf Arztbehandlung, wenn diese notwen-dig ist, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Beschwer-den zu lindern. Die Krankenkasse übernimmt demzufolge nur das absolut Notwendige. Für Gesundheitsvorsorge besteht eine Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherungen nicht.

So genannte individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) sind Wunschleistungen, die nicht Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung sind, die aber Ihnen zusätzliche Nutzen und Sicherheit durch den Einsatz modernster Untersuchungsmethoden und Wissens bieten. Dieses Angebot ermöglicht Ihnen, zusätzlich zu den Leistungen Ihrer Krankenkasse, Leistungen der erweiterten Gesundheitsvorsorge in Anspruch zu nehmen. IGeL sind sinnvolle und notwendige Ergänzungen, die mehr Schutz und Lebensqualität bringen. Es besteht dennoch keine Pflicht zur Kostenübernahme durch die Krankenkasse. Solche Leistungen können von Ärzten ausschließlich im Rahmen einer Privatbehand-lung erbracht werden.

Es gibt auch Leistungen, die im EBM aufgeführt sind und trotzdem als Privatleistung abgerechnet werden können. Allerdings muß die Behandlung außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung veranlaßt worden sein. Ein Beispiel dafür ist die Blutgruppenbestimmung auf Wunsch. Auch Präventionsmaßnahmen sind – entgegen den Vorsorgeuntersuchungen und der Behandlung von Krankheiten – nach dem SGB V generell keine Kassenleistungen.

 

© 2004, Dr. med. Laitenberger

 
 

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